Bald kommt das Baby

3 Wochen Schwangerschaft bleiben mir nun hoffentlich noch und dann sind wir 4. Während die Große gerade Hamburg mit Oma uns Opa unsicher macht, darf ich endlich für die Kleine alles vorbereiten. In den ersten Monaten hab ich mich ständig gefragt, wann den eigentlich der richtige Zeitpunkt dafür ist. Ich habe festgestellt das der Zeitpunkt zwischen „so früh, dass bringt doch aber Unglück,…“ zu „Nun wird es aber auch langsam knapp, …“ ziemlich knapp bemessen ist. Hat man wie ich schon eine Fehlgeburt hinter sich, ist man zu beginn sehr ängstlich und bräuchte eigentlich Zuspruch. Man traut sich aber nicht so wirklich sich zu freuen. Ich habe einfach auf mein Bauchgefühl gehört und ehrlich gesagt auch auf passende Gelegenheiten und Angebote gewartet und diese wahrgenommen. Wir haben es uns über die Monate ziemlich gut aufgeteilt mit den verschiedenen Anschaffungen. Obwohl ich bereits eine Tochter habe, war es auch diesmal eine Erstausstattung. 10,5 Jahre Altersunterschied und ein Umzug in ein anderes Bundesland haben dafür gesorgt das ich nichts aufbewahrt hatte. Über meine Erstausstattung werde ich in den nächsten Tagen noch bloggen.

Am Wochenende sollte ich so langsam mal meine Kliniktasche  packen und deswegen hab ich mir heute die Zeit genommen, auch die Sachen für das Baby vorzubereiten. Ich hatte fast vergessen  wie wunderschön die Vorfreude ist. Wie viele Babysachen auf einen Wäscheständer passen, wenn man ansonsten nur für schon größere Familienmitglieder wäscht… Wie wird sie Aussehen, in den süßen Sachen, werden sie zu klein oder zu groß sein… Die letzten Wochen sind wirklich wunderschön und anstrengend zugleich. Nächste Woche befinde ich mich im 10. Schwangerschaftsmonat und bin inzwischen ziemlich ungeduldig und ängstlich, aber das ist ja normal.

Ich bin dankbar dafür, dass mein Partner mir nicht nur meinen Herzenswunsch erfüllt hat, sondern mir auch so toll zur Seite steht. Zusätzlich macht es mich als Mama natürlich sehr glücklich mit anzusehen, dass meine große Tochter sich nicht nur sehr auf das Baby freut, sondern das sie von Anfang an mit hinter meiner Entscheidung und dem Kinderwunsch gestanden hat. Außerdem freue ich mich sehr darüber soweit gekommen zu sein. Meine Krankheit ist nicht vererbbar, aber ein Risiko auf eine Frühgeburt haben wir Mamas schließlich alle. Ich war damals 3 Monate zu früh und bin dadurch Körperbehindert . Die Gesellschaft hat mir in den vergangenen 10 Jahren und natürlich wieder besonders in den letzten 36. Wochen gezeigt, dass es für viele Menschen nicht normal ist, dass so jemand wie ich Kinder bekommt. Natürlich kann es mir egal sein was andere denken. Trotzdem tut es weh. Ich bin ein ganz normaler Mensch und möchte auch so leben dürfen. Gott sei Dank habe ich eine wundervolle Familie und wahre Freunde, die mir immer wieder den Rücken stärken anstatt hinter meinem Rücken über mich als behinderte Mutter zu reden.

Ich bin dankbar für alles was ich habe <3

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