Schwangerschaftsödeme – was hilft?

Übermäßige Wassereinlagerungen quälen mich nun schon seit Wochen, um nicht zu sagen Monaten. Das Problem macht sich besonders am Ende des Tages nach ausgedehntem Sitzen oder Stehen bemerkbar. Die Unterschenkel, Knöchel und Füße werden dick. Außerdem kann es in einer Schwangerschaft auch  zu vermehrten Wasseransammlungen in den Unterarmen, Händen oder im Gesicht kommen. Alles fühlt sich geschwollen an und die Fingerringe werden zu eng und auch das bekomme ich eigentlich täglich zu spüren. Im wahrsten Sinne des Wortes sogar. Alles kribbelt und ich kann dabei zusehen, wie es anschwillt.

In den meisten Fällen sind die Schwangerschaftshormone für das Wasser in den Beinen verantwortlich. Sie bewirken nämlich, dass sich die Blutgefäße weiten und an Elastizität verlieren. Leider musste ich in den letzten Wochen feststellen, dass ich machen kann was ich will – es bleibt so. Wende ich alle Tipps an die man von Ärzten, Hebammen oder dem Internet bekommt, heißt es nicht das die Ödeme weniger werden. Das passiert auch einfach mal so zwischendurch. Selbst wenn ich mal Tage dazwischen habe an denen ich nichts davon umsetze wird es manchmal weniger.

  • 2-3 Liter täglich trinken, hab ich mir extra angewöhnt für mein Baby
  • ausgewogene Ernährung, bin ich schon aufgrund der Diabetes zu gezwungen
  • ausreichende und regelmäßige Bewegung baue ich in meinen Alltag natürlich mit ein
  • meine Beine lege ich bei jeder Gelegenheit hoch
  • ein Vollbad bei etwa 37 Grad bringt mir diesbezüglich auch nichts
  • ein Fußbad mit Meersalz sorgte bei mir für das genaue Gegenteil – es wurde schlimmer
  • Wechsel-duschen und Massagen helfen auch nur kurz

Während der Schwangerschaft vollbringen die Venen Höchstleistungen. Die wachsende Gebärmutter übt gerade auf die Beckenvenen einen starken Druck aus und die Venen in den Beinen pumpen permanent das Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen. Sobald die Venen gegen den überhöhten Druck nicht mehr ankommen, versackt das Blut mitsamt der Gewebeflüssigkeit in den Beinen. Solange keine weiteren Beschwerden hinzukommen, sind die Ödeme zwar äußerst unangenehm, aber sowohl für die Mutter als auch ihr Kind unschädlich. Direkt nach der Entbindung wird die überschüssige Flüssigkeit wieder ausgeschieden. Kommt aber Bluthochdruck oder Eiweiß im Urin dazu, kann dies ein Anzeichen für eine Gestose oder eine Präeklamspie sein. Eine solche Erkrankung kann schwere Folgen für die Mutter und ihr ungeborenes Baby haben.

So etwas habe ich natürlich auch zu lesen und zu hören bekommen. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt und bei der Diabetologin  war bei mir immer alles ohne Befund. Ich komme nun in die 37. Schwangerschaftswoche und hatte weder Eiweiß im Urin, noch einen zu hohen Blutdruck oder ähnliches.  Reistage und Salzarm essen sind wohl auch veraltete Tipps. Leider hab ich auch ohne Schwangerschaft zeitweise damit zu kämpfen, aber dann darf ich wenigstens wieder meine Entwässerungstabletten nehmen, denn egal wie schlecht es mir oft mit meinen dicken Füßen geht und wie schmerzhaft es auch sein kann, meine Stützstrümpfe halte ich leider noch weniger aus. Nach kurzer Zeit überkommt mich dann ein Gefühl von Platzangst.

Geht es dir ähnlich?

Bildquellenangabe: © filorosso.eu – Manfred Gerber  / pixelio.de 

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