Kinder und Zähneputzen – Tipps und Tricks für ratlose Eltern

Um die Kleinsten zur regelmäßigen Zahnpflege zu bewegen, ist oft einiges an Einfallsreichtum gefragt. Der wichtigste Tipp für Eltern lautet deshalb: Dranbleiben und nicht aufgeben. Denn im Sinne eines gesunden Milchgebisses und vor allem mit Blick auf die bleibenden Zähne sollten alle Kinder lernen, dass gründliche Zahnpflege unumgänglich ist. Dabei können verschiedene Strategien angewandt werden.

Zahnarzt Alexander Planert

1. Zähneputzen zum festen Ritual machen

Da Kleinkinder sich sehr stark an Routinen im Tagesablauf orientieren, sollte das Zähneputzen zu einer solchen Routine gemacht werden. Dafür ist es wichtig, die Zahnpflege immer auf die gleiche Weise zur selben Zeit anzusetzen. So lernen die Kleinsten, dass das Zähneputzen ein ganz normaler Punkt im Tagesablauf ist – und stellen ihn nicht ständig in Frage.

2. Gemeinsam macht es mehr Spaß

Kinder tun Dinge am liebsten in der Gemeinschaft. Das lässt sich auch für die Zahnpflege ausnutzen – indem die ganze Familie zusammen putzt. Auch hier spielt wieder das Schaffen eines festen Rituals eine Rolle. Außerdem können Eltern ausnutzen, dass ihr Nachwuchs sich sehr stark an Mama und Papa oder auch größeren Geschwistern orientiert: Was sie vormachen, wird gern nachgemacht – das gilt auch für vermeintlich lästige Pflichten wie eben das Zähneputzen.

3. An die Vernunft appellieren

Mit Vernunftsgründen wie dem Ersparen von Schmerzen durch Karies und Zahnbehandlungen lassen sich ältere Kinder zum Zähneputzen bewegen. „Größere Kinder verstehen, dass sie sich durch das Putzen vor Löchern in den Zähnen und Zahnschmerzen schützen können. Für jüngere hingegen empfehlen sich andere Anreize – wie zum Beispiel die Aussicht auf eine tolle Gutenachtgeschichte bei gründlichem Zähneputzen am Abend“, rät Zahnarzt Alexander Planert von der Berliner Zahnarztpraxis Leipziger14.

4. Begeisterung wecken

Ideal ist es, wenn die Kinder mit Begeisterung ans Zähneputzen gehen. Dazu ist es auch wichtig, die schon den Jüngsten eigene Neugier zu befriedigen. Eltern sollten ihrem Nachwuchs deshalb auch Raum zum Entdecken lassen. So wollen viele Knirpse anfangs erst einmal die Zahnpasta lutschen, statt damit zu putzen. Das ist aufgrund der speziellen Zusammensetzung der Kinderzahnpasta unbedenklich. Auch Zahnputzlieder oder kleine Spiele können zur Motivation für das Thema beitragen.

5. Keine Diskussionen aufkommen lassen

Wichtig ist, dass Eltern beim Thema Zähneputzen nicht nachgeben: Selbst wenn sie lästig ist, gehört die tägliche Putzroutine dazu. Auf Verhandlungen sollte man sich deshalb keinesfalls einlassen, sondern den Kindern von vornherein klar machen, dass an diesem Punkt kein Diskussionsspielraum besteht.

Mit eigener Vorbildwirkung, der Schaffung von Routinen und kleinen Motivationshilfen lassen sich Kinder für das Thema Zahnpflege durchaus begeistern. Eltern sollten damit bereits im Babyalter beginnen, wenn die ersten Zähnchen durchgebrochen sind. Denn die Gesundheit der Milchzähne schlägt sich auch aufs bleibende Gebiss nieder.

 

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