Die Vorsorge

Während Ihrer Schwangerschaft stehen etwa 10 Vorsorge-Untersuchungen an, bei Problemen auch mehr. In den nächsten Monaten dreht sich alles um die Gesundheit von Mutter und Kind. Die Kosten für die Untersuchungen übernimmt die Krankenkasse und man bekommt einen Mutterpass. Platz für Zwei Kinder ist in einem Mutterpass. Sollten Sie Mehrlinge erwarten, bekommen Sie selbstverständlich auch dementsprechend „viele“ Mutterpässe.

Bei jeder Vorsorge-Untersuchung werden Blutdruck und Bauchumfang gemessen, Ihr Gewicht festgestellt, Urin und Blut untersucht und das Wachstum der Gebärmutter überprüft. Auch die Herztätigkeit des Ungeborenen wird kontrolliert. Bereits etwa ab der 6. Woche lässt sich das schlagende Herz auf dem Bildschirm des Ultraschall-Gerätes erkennen, aber erst einige Monate später können die Herztöne mit dem CTG (Cardiotokograph) aufgezeichnet oder mit dem Stethoskop abgehört werden.

Der Arzt möchte wissen, wann Sie das erste mal Ihre Periode hatten, ob du sie immer recht regelmäßig kam und wie lange sie jetzt schon ausgeblieben ist. Außerdem muss der Arzt wissen, ob Sie bereits Fehlgeburten oder Schwangerschaftsabbrüche hatten und ob Sie schon Mutter sind.Wenn ja, sind auch Informationen über den Verlauf dieser Schwangerschaften und Entbindungen wichtig. Im Rahmen der Schwangerschafts-Vorsorge sind drei Ultraschall-Untersuchungen vorgesehen. Sie schaden weder der werdenden Mutter, noch dem Baby. Im Gegenteil.

Es ist ein unbeschreiblich schöner Moment, sich ansehen zu können, was gerade im eigenen Bauch passiert. Die drei Ultraschall-Untersuchungen finden um die 10., 20. und 30. Schwangerschaftswoche statt. Es kann aber auch sein das ab und zu eine zusätzliche Kontroll-Untersuchung stattfindet, z.B. wenn der Blutdruck nicht die normalen Werte anzeigt. Bei einer Mehrlings-Schwangerschaft wird man intensiver überwacht, bekommt mehr Vorsorgetermine und im letzten Schwangerschaftsdrittel muss man jede Woche zum Arzt. Der Grund dafür ist das erhöhte Frühgeburts-Risiko. Mehrlinge kommen meistens zu früh, oft schon vor der 35.Woche, auf die Welt. Bei Anzeichen einer drohenden Frühgeburt wird der Arzt Bettruhe verordnen oder Wehen hemmende Medikamente verschreiben.

Bei der sogenannten Amniozentese entnimmt der Arzt mit einer Hohlnadel durch die Bauchdecke etwas Fruchtwasser aus der Gebärmutter. Dies wird natürlich alles mit dem Ultraschall-Gerät überwacht. Die Analyse der darin enthaltenen kindlichen Zellen zeigt vorhandene Erbschäden auf. So kann z.B. die Trisomie 21 (Down-Syndrom) eindeutig festgestellt werden. Etwa um die 16. SSW kann diese Untersuchung gemacht werden. Die sogenannte Chorionzottenbiopsie kann bereits um die 11. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Hier wird etwas Gewebe von der äußeren Haut der Fruchtblase entnommen. Desweiteren besteht heute die Möglichkeit des sogenannten I.Trimester-Screenings. Es werden hierbei neben einer Ultraschalldiagnostik deines Kindes mit Messung der Nackenfalte zwei Blutwerte (PAPP-A und freie ß-Kette des hCB) bestimmt und die Wahrscheinlichkeit einer Trisomie 21 errechnet. Die Untersuchung hat eine hohe Aussagewahrscheinlichkeit.

Zusatzberatung bei Folgenden punkten ist notwendig:
In der Familie ist bereits eine Erbkrankheit aufgetreten, es besteht Verdacht auf eine Schädigung durch Strahlungen, Umweltgifte, Medikamente etc., die Schwangere ist älter als 35 Jahre oder hatte schon mehrere ungeklärte Fehlgeburten, die Eltern sind blutsverwandt.

Bildquellenangabe: © Dieter Schütz  / pixelio.de

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