Bewusste Ernährung für Mutter und Kind in der Stillzeit

Während der Stillzeit ist der Kalorien- und Nährstoffbedarf noch etwas höher als in der Schwangerschaft. Einen Teil der Energie, die zur Milchbildung gebraucht wird, liefern die Fettreserven, die der Körper in den vergangenden Monaten angesammelt hat.

Stillende Mütter erreichen ihr Gewicht nach der Schwangerschaft meist eher wieder als nicht stillende Frauen. Die Qualität der Muttermilch ist von der Ernährung abhängig. Je gesünder die Nahrung, desto besser ist es für die Milch des Babys. Nur mit einer ausgewogenen Kost, die alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthält, bekommt es alles, was es zum Gedeihen braucht. Hungern oder Diäthalten sollte man aus diesem Grund während der Stillzeit unbedingt vermeiden. Optimal ist es mehrere kleine Mahlzeiten am Tag einzunehmen, statt 1-2 große pro Tag.

Bedenken sollte man unbedingt das nicht alles, was einem selbst schmeckt, gut für den kleinen Engel ist. Kohlgemüse und Hülsenfrüchte, Birnen oder gekochtes Sauerkraut können zu Blähungen beim Kind führen, bei empfindlichen Kindern ebenso Zwiebeln und Knoblauch. Stark säurehaltige Früchte (Zitrusfrüchte) und Säfte sowie einige Obstsorten (Erdbeeren, Trauben) können Wundsein oder Hautausschlag verursachen.

Milch- und Milchprodukte (Käse, Joghurt, Quark, Buttermilch) müssen täglich im Speiseplan enthalten sein, sofern keine Kuhmilcheiweiß-Allergie bei der Mutter oder dem Kind vorliegt. Außerdem sollten etwa 2 Liter Flüssigkeit, zusätzlich zu dem normalen Tagesbedarf, eingenommen werden. Ist man an größere Flüssigkeitsmengen gewöhnt, kann man beruhigt nach eigene Durstgefühl trinken. Ist das Gegenteil der Fall, muss man sich zum Trinken der zusätzlichen Menge zwingen, denn ohne die zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme bleibt die Milchzufuhr unzulänglich und der Säugling wird sich schnell nicht mehr mit der eigenen Muttermilch zufrieden geben.

Geeignet sind Kräuter- oder Früchtetees, kohlensäurearmes Mineralwasser oder stilles Wasser, (verdünnte) Obst- und Gemüsesäfte, sowie Milch und Milchmixgetränke. Koffeinhaltigen Kaffee sollte man möglichst nicht zu sich nehmen. Falls das Verlangen nach Koffein jedoch so hoch ist, das man es kaum einschränken, sollte darauf geachtet werden den Kaffeekonsum um mindestens die hälfte zu reduzieren. 2 bis 3 Tassen über den Tag verteilt haben im Allgemeinen keine Auswirkungen (Unruhe, gestörter Schlaf) auf das Baby. Gegebenenfalls kann man auf koffeinfreie Kaffeesorten ausweichen. Leidet das Kind unter Blähungen, ist es ratsam wenn die Mutter regelmäßig Kamillen- oder Fencheltee trinkt. Durch die Aufnahme der Wirkstoffe des Tees in die Muttermilch können die Beschwerden des Säuglings verringert werden.

Bildquellenangabe: © Helene Souza  / pixelio.de

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